Weisheitszähne und eingewachsene Zähne

WEISHEITSZÄHNE UND EINGEWACHSENE ZÄHNE

Die Weisheitszähne werden auch als 3. große Backenzähne bezeichnet. Die Weisheitszähne sind die größten Backenzähne und liegen weit hinten im Kieferbereich. Diese Zähne sind die letzten Zähne, die im Gebiss wachsen. Sie nehmen im Alter zwischen 18-24 Jahren ihren Platz im Mund ein. In der Regel wachsen sie lange Jahre gar nicht oder sie wachsen ein.

Bei manchen Personen wachsen vier Weisheitszähne, bei manchen, auch wenn sehr selten, kommen gar keine.

Meistens gibt es im Gebiss nicht genügend Platz für die Weisheitszähne und die Weisheitszähne wachsen ein oder bleiben halb aus dem Zahnfleisch ragend, stehen.

Diese Zähne führen häufig zu Schmerzen in der Zahnumgebung, zu Ohrenschmerzen, zu Behinderung beim Öffnen des Mundes, und anderen Beschwerden. In manchen Fällen können in der Umgebung dieser Zähne Zysten entstehen oder zu Kariesbefall bei den benachbarten Zähnen führen. Weil sie sehr weit hinten in der Mundhöhle angesiedelt sind, werden sie von den Patienten nicht richtig gereinigt und es kann zu Entzündungen am Zahnfleisch kommen.

Es ist möglich diese Symptome mit Antibiotika zu behandeln, doch sie treten für gewöhnlich wieder auf. Die Weisheitszähne, die eine Beziehung zur Mundhöhle aufgebaut haben, können im Mund manchmal ganz, manchmal teilweise gesichtet werden. Die Schmerzen, die die Weisheitszähne erzeugen werden häufig von einem üblen Geschmack und Ausfluss begleitet. Für gewöhnlich ist das Wachstum dieser Zähne sehr schmerzhaft und es dauert sehr lange bis sie vollständig ausgewachsen sind. Schmerzmittel, Antibiotika und Mundspülungen mit warmem Salzwasser können bei Beschwerden Abhilfe schaffen. Außerdem müssen diese Zähne nicht immer Probleme verursachen, aber häufig führen sie zu Schwellungen, Sensibilisierung, Schmerzen, Beschwerden bei den Mundbewegungen, einem schlechten Mundgeruch und zu einem üblen Geschmacksempfinden.

Wenn diese Zähne einwachsen, ist es empfehlenswert, diese von einem erfahrenen und gut ausgebildeten Kiefernchirurgen entfernen zu lassen. Bei angemessenen Bedingungen können in einer Sitzung alle 4 Weisheitszähne auf einmal gezogen werden.

WARUM SOLLTEN WEISHEITSZÄHNE GEZOGEN WERDEN?

Die Weisheitszähne sind die letzten Zähne, die in unserem Gebiss wachsen. Generell haben die Weisheitszähne keinen ausreichenden Platz zum Wachsen. Aus diesem Grund bleiben diese Zähne eingewachsen oder halb-ausgewachsen zurück. Besonders im Falle eines halb-herausgewachsenen Zahnes bleibt das Weichgewebe im Zahnumfeld offen, und Lebensmittel können sich leicht darin ablagern, so dass häufig Infektionen auftreten. Aus diesem Grund werden diese Zähne meistens gezogen.

In manchem Fällen ist ausreichender Platz im Gebiss für diese Zähne vorhanden und sie wachsen vollständig heraus. Aber weil der Patient diese weit hinten liegende Stelle schlecht erreicht, werden sie nicht ausreichend gereinigt und deshalb werden diese Zähne unter der Bezeichnung Soziale-Indikation gezogen.

In manchen Fällen bilden sich im Umfeld der Weisheitszähne Zysten. In diesem Fall können diese Zähne nicht im Mundraum verbleiben.

Außerdem kann es bei einer kieferorthopädischen Behandlung auf Grund von Platzmangel im Gebiss oder weil bei einer abgeschlossenen Behandlung, die Weisheitszähne sich schiefstellen können, erforderlich sein, diese zu entfernen.

WAS MACHT DAS ZIEHEN VON WEISHEITSZÄHNEN SO SCHWER?

  • Fettleibigkeit,
  • Hohes Knochenaufkommen,
  • eine große Zunge,
  • eingewachsene Wurzeln,
  • ein starker Würgreiz,
  • die Position des unteren Alveolarkanals
  • hohes Alter,
  • das Einwachsen der Wurzel des Weisheitszahnes in den kortikalen Knochen,
  • Fälle, in denen keine Anästhesie durchgeführt werden kann,
  • Atrophischer Unterkiefer,
  • Begrenzter Zugang zum Operationsbereich
  •  

WARUM WACHSEN ZÄHNE EIN?

Das Wachstum der Weisheitszähne ist abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, der Zeitpunkt, die genetische Veranlagung der Personen, die Ernährungsart, die Beteiligung der Zähne an der Funktionalität, sowie Einflüsse der Abstammung, doch trotz dieser Einflüsse kann man generell sagen, dass dies bei Männern zwischen 20-23 Jahren und Frauen zwischen 21-22 Jahren beobachtet wird. Wenn innerhalb der normalen Wachstumsperiode und im Jahr danach, die Zähne ihre normale Stellung nicht eingenommen haben, werden diese Zähne als eingewachsen bezeichnet.

Das Einwachsen der Zähne kann mit drei verschiedenen Theorien erklärt werden:

Die Kieferorthopädische-Theorie

Einflüsse, die die normale Entwicklung des Kiefers beeinflussen, wie Mundatmung, früher Zahnverlust, können dazu führen, dass Zähne einwachsen.

Phylogenetische-Theorie

Mit der Weiterentwicklung der Zivilisation haben sich auch die Ernährungsgewohnheiten der Menschen geändert, und es wird weniger Kraft zum Zerkauen der Lebensmittel aufgewendet und als dessen Ergebnis haben sich die Kieferknochen verkürzt. Somit haben die Weisheitszähne weniger Platz zu wachsen und wachsen somit ein.

Mendelsche-Theorie

Wenn Personen, die kleine Kieferknochenstruktur von einem ihrer Elternteile und die großen Zähne vom anderen Elternteil übernehmen, haben die Zähne keinen ausreichenden Platz zu wachsen, und wachsen ein.

WAS MUSS MAN VOR EINER OPERATION WEGEN EINGEWACHSENEN ZÄHNEN MACHEN?

Vor der Operation sollten die Medikamente, die der Arzt empfiehlt, eingenommen werden. Wenn blutungssteigernde Medikamente wie Aspirin, Antikoagylan (Blutverdünner) eingenommen werden, sollten diese vor der Operation, unter ärztlicher Aufsicht, abgesetzt werden.

WORAUF MUSS NACH EINER OPERATION WEGEN EINGEWACHSENEN ZÄHNEN GEACHTET WERDEN?

Auf die Baumwolltupfer, die nach der Operation auf die OP-Stelle gelegt werden, sollte für ca. 30 Minuten leichter Druck ausgeübt werden. Wenn die Blutung danach noch nicht gestillt ist, wird ein neuer Baumwolltupfer auf die Wunde gelegt.

In den ersten 24 Stunden nach der Operation, sollte keine Mundspülung und kein Ausspucken durchgeführt werden. Andernfalls wird die Heilung verzögert, weil die Fibrinschicht, die bei der Wundheilung entsteht, hierdurch zerstört wird. In dieser Zeit sollten keine sehr heißen Lebensmittel und Getränke verzehrt werden und wenn möglich sollte auch nicht heiß geduscht werden.

Aspirin, Komadin und ähnliche blutgerinnungsvermindernde Medikament sollten nicht eingenommen werden.
Die Wirkung der Anästhesie wird innerhalb von 2-3 Stunden nachlassen. Innerhalb dieser Zeit können fälschlich auf die Lippen und die Zunge gebissen werden. Als Ergebnis können sie schmerzhafte Wunden bilden, aus diesem Grunde sollten bis zum Nachlassen der Wirkung der Anästhesie keine Lebensmittel verzehrt werden, insbesondere keine warmen.

Die Eiskompressen, die besonders in den ersten 24 Stunden aufgelegt werden, können die Schwellung vermindern. Es sollten Eiskompressen für 15 Minuten aufgelegt, und dann für 15 Minuten abgenommen werden.
Die Zähne können einen Tag nach der Operation geputzt werden. Aber der Operationsbereich sollte sehr weich und sehr vorsichtig geputzt werden.

WELCHE KOMPLIKATIONEN KÖNNEN NACH EINER OPERATION WEGEN EINGEWACHSENEN ZÄHNEN ENTSTEHEN?

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen, können auch bei der Entfernung von eingewachsenen Weisheitszähnen frühe oder spätere große und/oder kleine Komplikationen auftreten.

Schmerzen:

Schmerzen nach chirurgischen Eingriffen entstehen oft durch Entzündungen im Zusammenhang mit der Gewebeverletzung, Die Heftigkeit der Schmerzen, die nach einer Weisheitszahn-Operation auftreten hängen mit der Schwere der Erreichbarkeit des Weisheitszahnes zusammen.

Schmerzen und Ödeme nach chirurgischen Eingriffen können mit Glukokortikoiden und nonsteriodalen Antiinflamatuaren Medikamenten, die auf der Membrane eine antiexudative Eigenschaft haben, gemindert werden.

Ödeme:

Ödeme, die nach einem chirurgischen Eingriff entstehen, sind das Ergebnis einer Entzündung auf Grund des Gewebe-Traumas. Die Ödem Ausbildung erreicht am 1. und 2. Tag nach dem Eingriff seinen Höhepunkt und geht ab dem 3. Tag nach dem Eingriff zurück, in den meisten Fällen lösen sie sich bis zum 7. Tag vollständig auf. Bei Entzündungen, die mit der Gewebeverletzung beginnen, kommt es als erstes zu eine Vasodilatation; im Wundbereich kommt es zu einer erhöhten Blutung. Während der Entzündung kommt es zu Erst zu einer kurzzeitigen arteriellen Vasokonstuktion, später kommt es auf Grund der Vasodilatation zu einem vermehrten Blutstrom Richtung Arterien, Venen und Kapillaren.

Trismus (Einschränkung in der Mundbewgung)

Abhängig von der Ausprägung der Entzündung, die nach einer chirurgischen Weisheitszahnentfernung entsteht, treten erst am Kaumuskel und später am inneren Flügelmuskel Spasmen auf, die die Mundbewegung beeinträchtigen. Trismus und post-operative Schmerzen sind stark miteinander verbunden. Trismus, der nach einer chirurgischen Weisheitszahnentfernung auftritt, erreicht am 1. und 2. Tag nach dem Eingriff seinen Höhepunkt. Generell ist es am 7. Tag nach der Operation verschwunden, in manchen Fällen kann es allerdings bis zu 10 Tagen dauern.

Alveoläre Osteitis (AO):

Die Alveoläre Osteitis (AO) ist ein klinisches Bild, das Tage nach dem Eingriff auftritt, und sich mit starken, pochenden Schmerzen und Mundgeruch bemerkbar macht. AO ist das primäre Ergebnis einer lokalen bakteriellen Infektion. Es wird angenommen, dass die AO auf Grund einer lokalen bakteriellen Infektion oder einer später auftretenden Fibrinolis entsteht.

Infektionen:

Odontogene Infektionen sind Mix-Infektionstypen die in vor- oder post-operativen Situationen, beim vorhanden sein von Streptokokken als größte Gruppe, dennoch stärker wirkende anaeroben Mikroorganismen aufweisen. Bakterien, die zu post-operativen Infektionen führen, sind häufig körpereigene, endogene Bakterien, die den Körper besiedeln. Die Mikroorganismen, die in der oralen Flora besiedelt sind, können wenn die lokale oder systematische Körperabwehr geschwächt wird, an Pathogenität gewinnen.

Blutung:

Blutungen werden in Blutungen während dem Eingriff (0,7%) und nach dem Eingriff (0,1%) in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gründe für Blutungen können lokal oder systematisch bedingt sein. Daneben können bei Zähnen in distoangularer Position oder die tiefer liegen, sowie bei älteren Patienten Blutungen auftreten. Systematische Blutung (Hämophilie A oder B).

In diesem Fall wird eine Plasma-basierende oder rekombinante VIII eingesetzt. Die Anti-Thrombose Medikation (Kumadin: Warfarin Natrium), kann in der vor-operativen Periode in eine Heparin Diät gewandelt werden.

Lokale Faktoren (Weichgewebe und Ader-Schäden):

Es wird mit Wattetupfern etwa 45 Minuten Druck auf den Eingriffsbereich ausgeübt. Der Eingriffsbereich wird mit absorbierenden Gelschwämmen, und Fibrin stabilisierenden Faktoren wie Tranexamsäure, benäht und somit stabilisiert. Innere Knochen-Blutungen: Diese können mit Knochenwachs gestoppt werden.

Beschädigung von benachbarten Zähnen:

Der benachbarte zweite große Backenzahn wird generell beim Anheben des eingewachsenen Weisheitszahnes beschädigt. Die richtige Verwendung des chirurgischen Hebels kann diese Komplikation vermeiden.

Unterkiefer-Bruch (Mandibular Fraktur)

Die Mandibular Fraktur ist eine sehr selten auftretende Komplikation beim Ziehen der Weisheitszähne.

Der Unterkieferbruch kann während der Operation oder auch post-operativ auftreten, wenn während dem Ziehen des Weisheitszahnes unvorsichtig vorgegangen und extreme Kraft angewendet wird, daneben kann es auch vorkommen, wenn der Patient auf Grund von systematischen oder lokalen Beschwerden, der Kieferknochen in diesem Bereich geschwunden ist.

WELCHE SITUATIONEN SIND FÜR EINE WEISHEITSZAHNENTFERNUNG NICHT GEEIGNET?

Wenn das Ziehen des Zahnes wichtige anatomische Punkte unterbrechen würde und gleichzeitig der Zahn oder das umliegende Gewebe keine Pathologie aufweist, wird von einem Ziehen abgesehen. Zum Beispiel:

  • In Fällen, wenn der Zahn in enger Verbindung zum Nerv des Unterkieferknochens steht oder der Nerv zwischen den Zähnen entlang verläuft
  • In Fällen, bei denen ein Risiko besteht, dass der Unterkieferknochen beim Ziehen des Zahnes oder später brechen könnte, kann von einem Eingriff abgesehen werden.

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